Routineeingriff mit fatalen Folgen – Mangelhafte Hygiene und gravierende Versäumnisse Ich bin zutiefst erschüttert über die Behandlung meines Katers in der AVETIA Tierklinik. Mein Tier war zuvor kerngesund, als ich ihn für eine geplante, eigentlich unkomplizierte Augenlidkorrektur vorstellte. Dass aus diesem kleinen Schnitt ein solch dramatischer Verlauf resultierte, der für mein Tier tödlich endete, ist für mich bis heute nicht nachvollziehbar. Mir ist wichtig zu betonen: Ich möchte niemanden persönlich angreifen oder verurteilen. Doch das Gesamtkonzept dieser Klinik steht für mich im völligen Widerspruch zu dem, wie sie sich nach außen präsentiert. Im Eingangsbereich wirbt ein großer Monitor mit modernster Diagnostik, Superspezialisten und Fachärzten. Doch bei einer einfachen Behandlung, bei der der operative Eingriff selbst vielleicht fachgerecht war, scheiterte die anschließende medizinische Betreuung in einem Maße, das zu diesem tragischen Resultat führte. Ich mache mir selbst Vorwürfe, dass ich zu lange gewartet und zugesehen habe, doch in einer solchen verzweifelten Lage vertraut man auf den „großen Namen“ der Klinik und hofft auf das Beste – ein fataler Fehler, denn diesen Eingriff hätte jede kleinere Praxis ohne diesen verheerenden Ausgang bewerkstelligen können. Besonders kritisch sehe ich die mangelhafte Risikoaufklärung: Mir wurde der Eingriff als kleiner Routineeingriff dargestellt. Von einer echten medizinischen Aufklärung über mögliche Risiken war niemals die Rede. Statt einer medizinischen Beratung wurde ich lediglich dazu aufgefordert, Standard-Dokumente zu unterzeichnen. Die hygienischen Bedingungen während der umfangreichen Baumaßnahmen im gesamten Gebäude empfand ich als inakzeptabel. Ich kann augenscheinlich bestätigen, dass im Eingangsbereich – direkt gegenüber dem Empfangstresen – während des laufenden Klinikbetriebs Trockenbauwände abgerissen und neu aufgeständert bzw. versetzt wurden; dies war auch an den entsprechenden Spuren am Boden deutlich zu erkennen. Genau hier ist auch der Aufnahmebereich, in dem die Tiere für ihre Behandlung abgestellt bzw. untergebracht werden. Diese Baustelle befand sich zudem in unmittelbarer Nähe zu den Behandlungsräumen, in denen unter anderem auch das Fädenziehen stattfand. Dort konnte ich keinerlei sicherheitstechnische Maßnahmen wie staubdichte Planen oder professionelle Abschottungen erkennen; es handelte sich lediglich um normale Türen. Dass ein solcher Eingriff in die Bausubstanz bei laufendem Praxisbetrieb durchgeführt wurde, ist für mich völlig unverständlich. Trotz meiner wiederholten Hinweise – mindestens zwei- bis dreimal – auf eine mögliche Abszessbildung unter dem Auge, wurde dies von den Ärzten als „Kratzwunde“ abgetan. Dies ist für mich vollkommen unglaubwürdig, da mein Kater einen Schutztrichter trug. Für mich war es offensichtlich ein Abszess, der aufgeplatzt war – eine Untersuchung, die diesem Verdacht fachgerecht nachgegangen wäre, fand nach meiner Einschätzung nie statt. Auch die medikamentöse Behandlung erscheint mir fragwürdig: Nach der Operation erhielt ich Antibiotika, doch nach dem Fädenziehen wurde ich nur noch mit antibiotischen Augensalben heimgeschickt. Die Anweisung, das Auge bis zu zehnmal täglich zu salben, empfand ich als enorme Belastung und unnötigen Stress für das Tier. Dies hätte dem Tier erspart werden können, zumal durch das ständige Salben immer noch Material von der vorherigen Anwendung im Auge war. Ein Laborbericht brachte später den Nachweis von aeroben Sporenbildnern – ein Befund, der für mich eindeutig auf eine Keimbelastung hindeutet. Doch auf diesen Hinweis wurde meines Erachtens nach gar nicht fachgerecht eingegangen. Erst in den letzten zwei bis drei Tagen vor dem Tod, nachdem ich mein Tier wieder stationär in die Klinik gegeben hatte, wurde endlich auf ein systemisch wirkendes Antibiotikum umgestellt – doch vermutlich war es da bereits zu spät. Hierzu muss ich kritisch anmerken: Ich möchte der behandelnden Ärztin nicht zu nahe treten und kann mir kein abschließendes Urteil über ihre Kompetenz bilden. Doch in einer Klinik, die mit 50 Tierärzten und Spezialisten wirbt, hätte ich bei der offensichtlichen Ratlosigkeit der behandelnden Kollegin erwartet, dass ein weiterer Experte, etwa die Klinikleitung oder ein erfahrener Facharzt, eine zweite Meinung einholt oder den Fall übernimmt. Die Akten spiegeln meine Hilflosigkeit wider, da trotz zahlreicher Untersuchungen immer wieder festgehalten wurde, dass die Befunde nicht nachvollziehbar seien. Dass hier keine fachübergreifende Konsultation stattfand, ist für mich schwer nachzuvollziehen. Dies schlägt sich auch finanziell nieder: Allein für die Operation wurden 1280 € veranschlagt, die Nachbehandlung wurde mit weiteren 2540 € berechnet. Während die erste Rechnung von meiner Versicherung anstandslos übernommen wurde, hat die Versicherung bei der zweiten Rechnung Leistungen gestrichen. Es stellt sich hier die Frage, welche der durchgeführten Untersuchungen überhaupt in direktem Zusammenhang mit der OP standen – eine Klärung hierzu steht noch aus. Hinweis: Im Anhang stelle ich sowohl die Patientenakte als auch die vorliegenden Befunde als Bildmaterial zur Verfügung. Jeder, der über medizinisches Verständnis verfügt, kann sich so ein eigenes Bild machen und sieht, dass hier nichts an den Haaren herbeigezogen ist. Nach dem Tod wurde mir plötzlich eine Herzmuskelentzündung als Todesursache genannt – eine Erklärung, die im krassen Widerspruch zu den vorangegangenen, unauffälligen Gesundheitschecks steht. Der Umgang am Todestag ist für mich das schmerzhafteste Kapitel: An diesem Sonntag erhielt ich einen Anruf, dass mein Kater in einer Sauerstoffbox liege und schwer kämpfe. Auf meine Rückfrage, ob ich kommen solle, wurde mir gesagt, das sei für das Tier Stress. Nur eine halbe Stunde später hieß es plötzlich, ich solle kommen, wenn ich ihn noch sehen wolle. Als ich eintraf, hieß es, ich sei 3 bis 5 Minuten zu spät gekommen. Nach Recherchen und Rücksprachen mit anderen Medizinern weiß ich nun: Wenn ein Tier in einer Sauerstoffbox liegt, ist die Zeit kritisch. Ich hätte sofort informiert werden müssen. Ich habe mich auf die fachliche Einschätzung der Klinik verlassen – und habe dadurch die Chance verloren, mich von meinem Tier zu verabschieden. Dass mein Tier qualvoll und allein sterben musste, während man mich in falscher Sicherheit wiegte, ist für mich die größte menschliche Enttäuschung. Bis heute habe ich keine Erklärung oder eine empathische Rückmeldung der Klinik erhalten. Dass eine Entschuldigung ausbleibt, überrascht mich nicht – denn dies wäre ein offizielles Eingeständnis, was man konsequent zu vermeiden scheint. Es wäre jedoch ein Zeichen von Rückgrat, würde die Klinik hier Stellung beziehen oder meine Vorwürfe widerlegen – doch das passiert nicht. Ich vermute, die Klinik nutzt ihre lokale Monopolstellung aus, da Tierhalter in der Umgebung kaum Ausweichmöglichkeiten haben. Auch die zuständigen Behörden scheinen hierbei bisher die Augen zu verschließen. Das gesamte Auftreten wirkt wie eine emotionslose „Gelddruckmaschine“. Ich werde die Patientenakte und meine Erkenntnisse meiner Versicherung vorlegen, in der Hoffnung auf eine tiefgründige Untersuchung. Zudem werde ich konsequent weitere Institutionen mit ins Boot nehmen. Das bin ich meinem Tier schuldig. Mein Vertrauen in diese Einrichtung ist unwiederbringlich zerstört. - Rene Antwort